Sind Kopfhörer sicher für Ihre Kinder?

Im Vergleich zu den riesigen PA-Stacks auf Festivals und auf dem Boden stehenden Lautsprechern sind Kopfhörer und Ohrhörer klein und sehen harmlos aus. Aber was zählt, ist, wie viel Lautstärke & Ton erreicht das Trommelfell und lässt dieses vibrieren. In der Tat können die meisten Kopfhörer einen lauteren Ton am Trommelfell erzeugen, als viele herkömmliche große und mächtige Studio-Monitoring-Boxen und dies kann leicht zu Lärmbelastungen deutlich über den anerkannten sicherheitstechnischen Grenzen führen.

Ohrhörer klingen nicht so laut wie Lautsprecher, auch wenn der Schallpegel am Trommelfell der gleiche ist. Dies kann geschehen, weil das Gehirn nicht in der Lage ist zu erkennen, ob der Sound von draußen oder von drinnen kommt.

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Im Gegensatz zu Lautsprechern die, die Nachbarn stören und diese sich deshalb beschweren, wenn Kinder bei hoher Lautstärke zum Beispiel Musik hören, ist das mit Ohrhörern nicht zu erkennen und Kinder können eine übermäßige Dosis von zu lautem Klang ausgesetzt sein. Ohne das Mitmenschen dies bemerken und den Hörer darauf hinweisen bzw. dessen Mitmenschen.
Es darf nicht davon ausgegangen werden, dass die Geräte für den heimischen Markt sicher und mit zulässigem Lautstärkepegel hergestellt werden. Eine Studie fand heraus, dass beispielsweise ein iPod Nano auf maximale Lautstärke eingestellt, unter Verwendung eines beliebigen Albums bei Benutzung der Standard-Ohr-Hörer, bei einer Stunde hören einen durchschnittliche Schallpegel von 96 dB erzeugt.
Darum achten Sie immer mal darauf wie laut Ihr Kind Musik hört und nutzen Sie Ihre Aufsichtspflicht.

Sollte der MP3-Player Gebrauch beschränkt werden?

Schwerhörigkeit kann durch zwei Arten von Lärm verursacht werden. Plötzlicher Lärm, wie ein lauter Knall oder zum Beispiel Feuerwerk, kann sofort zu Gehörschäden bei Kindern führen. Der andere Typ ist kontinuierliche Belastung durch Lärm, der die Ohren im Laufe der Zeit beschädig. Zu Quellen die einen Dauerschallpegel verursachen gehören z.B. motorisierten Freizeitfahrzeuge, laute Sportveranstaltungen, Elektrowerkzeuge und verstärkte Musik.

Obwohl die maximale Lautstärke bei vielen aktuellen MP3-Playern einstellbar ist, können Sie nicht sicher sein, das die Kinder diese Funktion nicht wieder deaktivieren. Eine Umfrage von der australischen Regierung gesponsert stellte fest, dass etwa 25 Prozent der Menschen mit tragbaren Musikgeräten einer täglichen Lärmbelastung ausgesetzt sind die hoch genug ist, um langfristig Hörschäden zu verursachen. Weitere Untersuchungen aus den Niederlanden berichten, dass 90 Prozent der Jugendlichen Musik über Kopfhörer auf MP3-Playern hören und dass dort, fast die Hälfte die High-Volume-Einstellungen benutzt. Nur rund 7 Prozent verwendeten einen Lautstärkebegrenzer.

Sprechen Sie mit Ihren Kinder über das Problem von zu hoher dauerhafter Lautstärke und erklären Sie Ihnen, dass der Hörverlust mit zunehmendem Alter eintreten wird.
Das man die Belastung von periodischem zu lauten hören schon auch mal gern mit einem zu Lauten knall vergleichen kann, doch das der Hörverlust hier schleichend kommt.

Medizinische Studien

Forscher an der Boston-Kinderklinik haben erläutert, dass das Hören von Musik mit tragbaren Musik-Player und Kopfhörern bei 60 Prozent ihres potenziellen Volumens bei der Dauer von eine Stunde pro Tag relativ sicher ist. Für kontinuierliche Lärmbelastung wie Musik, sind die Lautstärke und die Dauer der man sich aussetzt von Wichtigkeit. Bei wiederholter Aussetzung von zu lauter Musik über viele Jahre, wird ein allmählicher Beginn der Lärmschwerhörigkeit und des Hörverlusts sowohl bei Kindern und Erwachsenen einsezten.

Tragbare Musik-Player haben jüngst Besorgnis ausgelöst, da sie häufig mit Kopfhörern verwendet werden, die den Sound direkt an das Ohr liefern. Wie der MP3-Player verwendet wird ist jedoch nicht die ganze Problematik, ist nicht der einzige Faktor bei der Entscheidung zu dem richtigen Musikplayer und deren Lautstärkeproblem.
Kopfhörer selbst haben einen elektrischen Widerstand, desto höher dieser ist desto geringer ist das Lautstärke Ergebnis. Die Wahl der richtigen Kopfhörer kann helfen Hörschäden entgegenzuwirken.

Für viele Menschen ist es schwer zu glauben, dass das Hören von Ihrer schönen lauten Musik eine Gefahr für die Ohren sein kann. Aber es gibt wenig Anzeichen dafür, dass laute harmonische Musik, tatsächlich sicherer für die Ohren ist als unangenehme Geräusche, die den gleichen Schallpegel messen würden. So weit es das Gesetz zum Schutz von Menschen bei der Arbeit betrifft, ist laute Musik oder Sprache nur ein weiterer gefährlicher Lärm.

Permanenter Lärm kann sowohl temporäre und permanente Hörschäden verursachen.

Auswirkungen auf Kinder im Vorschulalter und Schulkinder

Folgende Auswirkungen auf Kinder im Vorschulalter und Schulkinder wurden von Forschern aus der ganzen Welt in Betracht gezogen:

  • . Schwerhörigkeit
  • . Auswirkungen auf den Schlaf
  • . Stressbedingte somatischen Wirkungen
  • . Kognitive Effekte
  • . Vocal Knötchen

Lärm-induzierte somatische Effekte (z. B. auf den Blutdruck und Hormonspiegel) lässt sich am besten als Teil einer Stress-Reaktion der Kinder, auf Ihre laute Umgebung zurückführen.

Psychische und kognitive Prozesse spielen auch eine Rolle in dieser Stress-Reaktion von Kindern. Somatic (physiologische) Ergebnisse sollten daher zusammen mit psychologischen Folgen berücksichtigt werden, um eine umfassende Einsicht in das Problem zu bekommen. Wie bei Erwachsenen können Kinder sehr unterschiedlich auf Reize reagieren. Einige Kinder können laute Geräusche erschrecken, während andere diese nicht als störend empfinden, dies ist also auch kein Hinweis ob die Belastung zu einer Erkrankung führen wird.

Schwerhörigkeit

Junge Erwachsene können anfälliger für Lärm bedingte Schwerhörigkeit sein als Erwachsene. Ergebnisse von Experimenten mit Mäusen, einem Tier mit der gleichen Physiologie des Hörorgans wie das von Menschen, geben die Wirkung der Belastung durch sehr hohe Geräuschpegel in Abhängigkeit von dem Alter der Maus an. Der Effekt wurde durch das Zählen von Haarzellverlust an exponierten Mäusen nach Lärmbelastung untersucht. Der Effekt ist in Bezug auf die Wirkung im Alter von 4 Tagen dargestellt. Wenn das Entwicklungsstadium von Mäusen, in das der menschlichen Kinder umgewandelt wird ist die Anfälligkeit für Hörstörungen in Vorschul-und Schulkind größer als die von Erwachsenen, zumindest für sehr hohe Lärmbelastung. Ob dies auch für die real-life Lärmbelastung von Kindern zutrifft ist derzeit nicht bekannt.


Wie schützt man Kinder vor übermäßigem Lärm mit Kopfhörern?

Wenn Kinder tragbare Audiogeräte verwenden, dann suchen verantwortungsbewusste Eltern eine Methode die, die Sicherheit der Lärm-Grenzwerte ohne ständige Beaufsichtigung gewährleistet. Ein Schutz bieten so genannte Lärmbegrenzer in Kopfhörern. Der Hörkomfort bleibt der gleiche doch die Lautstärke Regelung wird gemindert so das das Ohr der Kinder geschont wird.

Zum Beispiel das Model : „Ultimate Ears Loud Enough 100 In-Ear-Kopfhörer“ arbeitet mit einer Klangdämpfung.
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Achten Sie generell darauf das Ihre Kinder nicht ständig zu laute Musik hören und versuchen Sie Ihren Kindern die Problematik des „Schwerhörens“ nahezubringen.

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